Hase Engelsflügel Hase

Nerio


Ich war zurück in meinen Bungalow gegangen und hatte mir ein Glas mit kaltem Wasser eingeschenkt, als es an der Tür klopfte. Ich trat an die Tür und öffnete sie, dahinter stand wartend ein anderer Engel. „Castiel.“ Ich hatte ihn schon erwartet. Castiel trat ein und ich schloss die Tür hinter ihm. „Ich hoffe ihr habt eure Flügel endlich ausgewählt, die Kraft, welche die Menschen beschützen soll schwindet zusehends. Der Rat musste vor kurzem schon wieder die Kraft erneuern und die Angriffe der Dämonen werden immer häufiger, uns rennt die Zeit davon.

Ich hatte es gespürt, als sie die Kraft erneuert hatten, darum war ich nicht wirklich überrascht." „Ja, wir haben unsere Flügel, wir werden sie morgen initiieren.“ Castiel nickte. „Beeilt euch, je früher wir den Gegenangriff starten, desto besser.“ Ich öffnete die Tür um ihn hinaus zu lassen. „Das wissen wir.“ Im nächsten Augenblick war er verschwunden und ich schloss die Tür wieder. In einer Bewegung trank ich das Glas mit kaltem Wasser aus. Ich musste keinen Blick nach draußen werfen, um zu sehen, dass die Sonne langsam wieder auf ging. Obwohl die Zeit drängte, mussten wir jetzt erstmal warten, bis es wieder hell war.
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Mei


Datum: 01.07.2010


Ich schlief die Nacht eigentlich überhaupt gar nicht. Ich war viel zu aufgeregt da wohl nicht nur Yuuka die Auserwählte war, sondern auch ich. Ich konnte mein Glück eigentlich gar nicht fassen. So ein Abenteuer wollte ich schon immer einmal haben und dann war ich auch noch der Partner einer Prinzessin! Leider konnte ich mich nicht mit Yuuka unterhalten da sie relativ schnell einschlief. Ich hatte das Gefühl als würde sie dem ganzen keinem Glauben schenken, oder sie verleugnete es. Obwohl, sie war ja schon ganz aus dem Häuschen was die Kräfte von diesem Kai angingen. Allerdings fand ich Namis kleine Fähigkeit nun viel interessanter. Vielleicht aber auch nur weil ich die Natur sehr schön fand und mich sowas dann natürlich viel mehr in den Bann zog.

Nun fragte ich mich aber auch was Enya und Nerio konnten. Vielleicht könnte Enya eine Flamme in ihrer Hand entstehen lassen, wie in diesen Märchen die man in den Büchern im Heim lesen konnte! Und Nerio würde einen See gefrieren lassen! Ich fand das alles sehr faszinierend und hätte nicht gedacht, dass wir in so einer Welt leben würden. Mit einem Blick zum Wecker begann mein Herz zu klopfen. Es würde nicht mehr lange dauern, dann würde ich mich mit Nami und den anderen wie versprochen treffen. Noch ca. eine Stunde. Ich sah zu Yuuka die friedlich schlief. Sie müsste ich dann auch mitnehmen, das hatte ich Nami versprochen. Ich kicherte, denn ich konnte mir Yuukas störrische Art jetzt schon vorstellen. Mein Blick wieder an die Decke geheftet, versuchte ich mir einen Tagtraum aus Abenteuer aufzubauen, um nun die letzten Minuten verstreichen zu lassen. Ich stellte mir vor wie ich mit Nami und den anderen, die die ich bisher kannte, gegen diese Wesen kämpfte. Wie ich Nami tapfer beschützen würde.

Ich kugelte mich im Bett vor Freude hin und her und wieder glitt mein Blick zur Uhr. Nicht mehr lange. Zeit konnte in manchen Punkten schon blöd sein, sie verging einfach nicht schnell genug und dann, wenn man sie am liebsten anhalten würde, raste sie nur dahin. Ich hielt die letzten Minuten einfach nicht mehr aus und stand nun auf. Die paar Minuten konnte ich mich nun auch schon fertig machen und deshalb zog ich mich um und putzte ir im Bad die Zähne. Ich versuchte mir extra Zeit dabei zu lassen und als ich endlich fertig war, verriet mir die Uhrzeit das diese paar Minuten nun auch egal waren. Ich trat an Yuukas Bett heran und rüttelte sie. „Yuuka, aufstehen!“ ich grinste breit während ich sie weckte und von ihr kam nur ein genervtes murren. „5 Minuten noch…“ sie drehte sich um. „Aber heute müssen wir doch zu diesen Engeln um uns als Partner zu…quuualiie…“ ich versuchte das Wort auszusprechen, doch irgendwie gelang es mir nicht. Yuuka brummte. „Qualifizieren…“

Ich klatschte in die Hände. „Genau! Los, komm schon, ich hab Nami versprochen dich mitzunehmen! Kai wartet dort sicher auch, jedenfalls hat Nami mir das noch gestern gesagt. Und sobald alle da sind geht’s zu diesem Rat und-„ ich wollte schon weiter reden doch Yuuka klatschte mir ein Kissen vor dem Mund. „Sei bitte einfach ruhig und verkaufe dich selbst als Wecker!“ sage sie schnaubend und setzte sich auf. Ich musste lachen. „Du bist witzig Yuuka.“ Ich lächelte breit und setzte mich dann auf mein Bett wo ich brav drauf wartete das Yuuka fertig war. Sie stand nun auf und streckte sich erstmal. „Für dich ist jeder witzig und lieb.“ sie seufzte und ging dann zu ihren Koffer den sie noch nicht ausgepackt hatte.

Sie holte sich ein paar Sachen raus und ging ins kleine Bad wo sie sich die Zähen putze und sich umzog. Sobald sie fertig war, stand ich auf, nahm ihre Hand und zog sie mit auf den Flur. „Mensch Mei, die rennen schon nicht davon, außerdem, so wie du rennst passiert gleich-„ man hörte nur noch ein stöhnen von Yuuka, ein Rums und ein zerbrechen von einer Vase. „Ich habs vorraus gesehen…“ Yuuka schnalzte mit der Zunge und hielt mir die Hand hin. Ich lächelte peinlich berührt und nahm ihre Hand. „Ohje. Die schöne Vase.“ Ich wollte mich sofort hin bücken um sie aufzuheben, doch zog Yuuka mich nun weiter mit. Beim Vorbeigehen, schob sie mit ihren Füßen die Scherben zur Seite. „Gehen wir lieber weiter, sonst wartet der nächste Unfall auf uns. Um die Scherben wird sich wer anders kümmern.“
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Takaya


Am nächsten Morgen wurde ich einfach nicht wach, Ray versuchte mich oftmals zu wecken doch gelang es ihm nicht. Das einzige was er mit seinen Worten bewirkte, war ein Traum in dem ich nun war. Dieser Nerio, Enya und mir 2 unbekannte spielten in diesem mit. Alle hatten sie Flügel und mit dessen Hilfe beförderten sie mich durch ein Wolkenland. Es war irgendwie herrlich und schön durch diese Wolkenlandschaft zufliegen. Doch plötzlich ließen mich die 4 Fallen. Angst durchströmte mich und ich streckte meine Arme nach ihnen aus während ich fiel. Ich hörte wieder meinen Namen, man rief nach mir. Während ich weiter in die Tiefe stürzte sah ich mich nach der Stimme um, doch war es zu spät, der Aufprall erfolgte und ich öffnete nun schwer atmend meine Augen. „Guten Morgen auch!“ Ray der sich über mich beugte schaute mich genervt an.

„Das war ja eine Arbeit dich zum Aufstehen zu bewegen.“ Meinte er und ich sah mich verwirrt um. Ich lag auf dem Boden und mein Po schmerzte. Ich sah wieder zu Ray der meine Decke in der Hand hielt und ich schnaubte. „Das tat weh, oder besser, das Ende vom Traum war der Horror. Musste das sein?“ Ray zuckte nur mit den Schultern und warf meine Decke aufs Bett. „Mach dich fertig, wir müssen gleich los.“ meinte er nur. „Los? Wohin?“ fragte ich und rieb mir den Kopf der ebenfalls was abbekommen hatte. „Na zu den Engeln. Wenn ich mich nicht irre wurdest du doch von Nerio ausgewählt oder?“ fragte er und wartete an der Tür. Ich sah ihn kurz nachdenklich an und dachte an gestern zurück. Ein merkwürdiger Tag war das. Ich nickte stumm und stand auf um meine Sachen zusammen zu holen und mich fertig zu machen. Ich ging ins kleine Bad und putzte mir die Zähne.

„Glaubst du dem ganzen?“ fragte ich währenddessen. „Naja, wenn ein Mensch vor die anfängt zu rauchen und regelrecht zu glühen. Ja, eigentlich schon. Trotzdem, ganz schon verrückt das alles, oder? Ich dachte zuerst sie legt mich rein. Versteckte Kamera, wie im Fernsehen.“ erklärte Ray. „Ja, so geht’s mir auch, so geht es mir immer noch. Ich brauch erst etwas das mich überzeugt um dem ganzen einen Glauben zu schenken.“ meinte ich und war fertig mit Zähneputzen. Ich zog mich nun an und wir konnten dann losgehen. Es wiederstrebte mir zwar, aber war das gute, dass ich wenigstens gleich Mei sehen würde. Überhaupt der Grund weshalb ich diesen Schwachsinn mitmachte. „Weißt du überhaupt wo es lang geht?“ fragte ich Ray der voraus ging und er nickte.

„Enya hat mir genau beschreiben wo wir uns treffen. Was danach passiert, da ist selbst sie unwissend.“ wir gingen weiter wobei ich Ray weiterhin folgte, bis er dann endlich anhielt und ich aus der Ferne die 4 selbsternannten Engel sehen konnte. Ich hörte Schritte hinter uns und drehte mich um. Mei und Yuuka liefen auf uns zu. Meis Blick traf meinen, doch sah sie schnell mit roten Wangen weg. Das Badehaus Erlebnis. Ich seufzte innerlich wegen diesem kleinen Missgeschicks. Ich sah wieder nach vorne wo die Zeitengel standen. Erst als auch Mei und Yuuka neben uns standen kamen die Zeitengel auf uns zu. Jeder zu seinem ausgewählten Partner.

„Ihr habt euch also entschieden und wollt uns helfen?“ fragte Nerio, der wohl der Anführer dieser, hust, Engel war. Ray und Mei antworteten mit einem kraftvollen Ja, während Yuuka es eher genervt von sich gab und ich gar nichts sagte. Nerios Blick ruhte auf meinem Gesicht. „Zwingen können wir hier keinen und es ist ebenso dann nutzlos.“ Erklärte er mir und ich sah zu Mei Die mich fragend musterte, dann aber schnell wegsah, da sie merkte das sich unsere Blicke trafen. „Was wird uns erwarten? Ich möchte nicht das wir uns blind in irgendwas reinrennen und es anschließend bereuen werden!“ Enya seufzte und sah zu Boden. Nerio allerdings hielt meinen Blick Stand. „Das kann uns hier keiner versprechen. Wir wissen leider auch nicht was heute auf euch zukommt.

Aber wenn der heutige Tag vorbei ist, bekommt ihr ein Extra Training für Waffen und Element. Ihr werdet ausreichend ausgebildet damit euch nichts passiert. Und danach beginnt der richtige Kampf. Mehr können wir wirklich nicht sagen. Wenn du nicht möchtest, musst du nicht. Dann werde ich mir einen anderen Partner suchen und deine Erinnerungen werden an dem was heute passiert ist, gelöscht.“ Mein Blick glitt wieder zu den anderen auf meiner Seite. Zu Yuuka der es egal war, zu Ray der wohl etwas erwartend zu mir sah und Mei, ihren Blick konnte ich nicht recht einordnen. Ich seufzte und sah wieder zu Nerio. „Ich möchte helfen.“ Entschied ich mich dann. Nerio nickte. „Gut, dann folgt uns.“ Die vier Zeitengel machten auf dem Absatz kehrt und gingen los. Etwas unsicher folgten wir ihnen. Ich sah zu den anderen drei in meiner Reihe. „Weiß wirklich keiner Von euch was uns jetzt erwarten wird?“ zischte ich ihnen die Frage zu, doch alle drei schüttelten als Antwort nur den Kopf. Ich seufzte und wir folgten ihnen weiter zu einem See.
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Ray


Ich konnte Takaya irgendwo verstehen, denn wurden wir hier wirklich blindlinks in eine Sache reingeworfen. Doch ich vertraute Enya. Ich sah gerade zu ihr, die nun mit den anderen am Rand des Sees anhielt. „Wir werden jetzt den Eingang zu unserem Reich betreten.“ Erklärte Nerio. Er kehrte uns den Rücken zu und hockte sich nun zu dem See runter. Mit seinen Finger zeichnete er irgendwelche Symbole ins Wasser. Japanische Schriftzeichen waren es zumindest nicht, doch bewirkten sie irgendwas, denn das Wasser warf eigenartige kleine Wellen. Die Wellen fingen an zu leuchten, und das Wasser zwischen den Wellen wurde umso dunkler. Das Wasser samt Wellen schien sich an Nerio fest zu klammern, und langsam wurde sein Arm davon verschlungen, dann schien es ihn ins Wasser zu ziehen, und kurz darauf hatte es ihn verschluckt.

Ein Blick auf Takaya zeigte mir, dass er genauso schockiert war wie ich, Menschen verschlingendes Wasser war nicht gerade der beste Anfang eines Abenteuers. Enya schien das nicht zu stören, sie trat vor und streckte die Hand in das Wasser, in dem immer noch die leuchtenden Wellen wogten. Langsam verschwand auch ihr Arm, verschlungen von dem Wasser, freundlich lächelte sie mich an und streckte mir die Hand hin, zuerst zögerte ich, dann ging ich auf sie zu und nahm ihre Hand. Kaum berührten sich unsere Finger, da zog uns das Wasser hinein, es war wie eine Achterbahn, nur schlimmer. Ich brach wieder aus dem Wasser heraus, und wäre mit dem Gesicht im Graß gelandet, hätte nicht immer noch Enya meine Hand gehalten. Sie stand neben mir, ihr Blick war Sorgenvoll doch sie sagte nichts. Ich raufte mich wieder zusammen, wenn die anderen dazu kamen wollte ich nicht so aussehen, als hätte mir das auch nur das geringste bisschen was ausgemacht, besonders nicht vor Takaya.

Ich sah nun zu der Stelle aus der ich herkam, doch war dort nichts, wo ich hätte herkommen können. Die Umgebung allerdings war nicht so wie ich es mir vorgestellt hatte. Uns umgab ein völlig azurblauer Himmel. Wolken schwirrten um uns herum, als würden wir uns auf einen hohen Berg befinden. Ein weiterer Blick auf meine Umgebung ließ mich aber registrieren, dass wir eher auf schwebenden Inselteilen standen. Darunter befand sich ruhiges Wasser, wohin das Auge reichte. Ich begegnete darin meinem eigenen verwunderten Blick, es wirkte wie ein Spiegel, ich konnte ganz problemlos Einzelheiten ausmachen, die Wolken, die Unterseite der Inseln. Es war ein sehr verwirrender Anblick, als würde ich nach oben sehen statt nach unten. Meine Aufmerksamkeit wurde allerdings wieder auf die Insel auf der wir standen gelenkt.

Mei und Nami waren nun aufgetaucht, ohne, dass ich sehen konnte. Leider. Mei hatte mal wieder einen unsanften Aufprall zu Boden geschafft, während Nami seufzend neben ihr stand und ihr aufhalf. Mei lächelte sie schief an und sah dann hinter sich. „Das war aber… eine...verrückte Fahrt. “ Ihre Stimme wurde immer schleppender und langsamer als sie das alles hier sah. Ihr Mund formte sich zu einem O und das typische Wow entfloh ihrem Mund. „Wie schön es hier ist.“ Nami musste lächeln und zog sie nun zur Seite, damit der Rest eintreten konnte und da passierte es schon. Auch hier schlug nun der Himmel diese Wellen wie im Wasser, wurde etwas dunkler und genau an dieser Stelle flogen dann Takaya und Yuuka durch. Beide wirkten etwas genervt, besonders Yuuka, die allerdings weich auf Takaya gelandet ist. „Was erlaubt der sich? Uns einfach so ins Wasser zu werfen und erst dieses komische Wirbeln, mir wäre fast schlecht geworden.“ Nörgelte Yuuka und ordnete ihre Sachen, während sie weiter auf Takaya saß.

„Wärst du so nett und könntest vielleicht von mir runter gehen?!“ sagte dieser schnaubend. Yuuka stand gerade, um, nach einem unverständlichen genervten Gemurmel von Takaya runter zu gehen, da landete Kai neben ihr.
Wütend versuchte sie nach ihm zu schlagen, wobei Kai es ignorierte. Nur das Grinsen, mit dem er schon gelandet war, wurde noch breiter. „Kommt, wir sollten weiter.“ Ermahnte Nerio, der schon fast bis an den Rand der hiesigen Insel gelaufen war. Er erreichte ihn und sprang, wenn das noch springen nennen konnte. Er flog nämlich einfach über fünf Inseln, von denen keine kleiner war als ein Einfamilienhaus. Mein Blick ging schockiert zu Enya. „Kann das jeder von euch?“ Nun zeigte sich auch ihrem Gesicht ein lächeln. „Nicht nur wir, versuch doch mal auf den Stein dort zu springen. “ Sie ließ meine Hand los und deutete auf einen Stein, nur etwa einen Meter vor mir.

Was der Stein damit zu tun haben sollte war mir nicht klar, aber trotzdem sprang ich. Ich landete aber nicht auf dem Stein, sondern auf der nächsten Insel. Die gut und gerne ein halbes Fußballfeld entfernt gewesen war. Ich blickte verblüfft hinter mich. Enya lächelte, Kai grinste und Takaya, Yuuka und Mei sahen aus, als hätte ich gerade Superkräfte entwickelt. Was irgendwie ja auch nicht gerade falsch war. Zu meiner Überraschung war Yuuka die erste die sich wieder fasste. Sie trat zwei Schritte zurück, nahm kurz Anlauf und sprang. Sie landete nicht bei mir, sondern drei Insel weiter.
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Enya


Nach Yuukas Sprung konnte ich ein „Wow“ vernehmen. Mei sah Nami mit großen Augen an. „Darf ich das auch? Kann ich das auch?!“ ihre erstaunte Frage brachte mich leicht zum Kichern. „Probiere es doch ein einfach aus.“ Ermutigt Nami sie. Mei nickte, tat es wie nach Yuuka und holte Anlauf. Als sie sprang und anfing zu segeln kicherte sie. Allerdings nicht lang. Auf der Insel nach Ray´s knallte sie frontal gegen einen Baum. Die Arme war wirklich schusselig und vom Pech verfolgt. „Mei!“ Ich wurde von dem Ausruf überrascht und konnte nur noch sehen wie Takaya sprang. Allerdings landete er nicht da, wo er es geplant hatte. Stattdessen flog er über alle drei hinweg und landete nur wenige Meter von Nerio entfernt. Er sprang ein zweites Mal und landete knapp neben Ray. Erst sein dritter Versucht brachte ihn zu Mei. „Alles okay?“ fragte er und streckte ihr die Hand hin.

„Ja, nur eine kleine Beule.“ Sie nahm die Hand um aufzustehen, ließ sie aber sofort wieder los. Ihr war wohl eingefallen, dass sie ja nicht mit ihm redete. Sie drehte sich um und sprang zu Yuuka, welche sie festhalten musste, damit sie nicht wieder gegen einen Baum flog. „Pass doch auf wo du hinspringst!“ schimpfte sie mit ihr. Trauer und Schuldgefühle überkamen mich wieder. Das hier war es, was wir ihnen nahmen. Eine schöne und sorglose Kindheit. Ich Kai und Nami sprangen ihnen nach. Ray war inzwischen auch schon neben Takaya, schien ihn aufmuntern zu wollen, was wohl zu helfen schien. Als wir neben ihnen landeten, war es Kai der sprach. „Wir sollten jetzt weiter, außer ihr wollt eine Standpauke von Nerio.“ Takaya nickte und sprang zusammen mit Ray Kai nach, da dieser schon weiter ging. Wir sprangen weiter die Inseln hoch, wobei unsere vier Menschenkinder allerdings eher Akrobatik vorführten, mit Ausnahme von Mei die nach weiteren zwei Misserfolgen lieber uns Engel Nach machten und sanfte Sprünge machte. Mit jeder weiteren Insel die wir erklommen, machte sich die Unsicherheit, ob das hier das richtige war, sich weiter in meinem Unterbewusstsein breit.

Wieso bereitete man uns nicht einfach darauf vor was uns alle erwarten würde? War es gefährlich? Würde es Schmerzen verursachen? Betrübt blickte ich zu Boden. Am liebsten würde ich sie wieder zurück schicken, aber dann würde es viele Menschen geben die leiden, dass hier musste leider sein. Wie unfair das Leben doch war. Alles nur wegen eines Dämons. Ich war so in den Gedanken vertieft, dass ich nicht mal mitbekam wie wir endlich oben ankamen und von zwei Erzengel begrüßt wurden. Castiel und Gabriel standen vor uns. Ray und die anderen drei blickten hoch in ihre Gesichter, doch schon Nerio sie weiter an ihnen vorbei. Ich folgte Nerio und sah mich um. Das war nicht der übliche Platz den wir sonst erreicht hatten. Es gab die eine große Insel auf der wir Standen und auf der verteilt standen ein Dutzend weiterer Engel. In der Mitte des Platzes, wo eine Runde große Stein Ergebung war, stand allerdings niemand. Keiner berührte es und man hielt Abstand.

Ich sah nun hoch wo es weitere 4 Inseln gab die etwa halb so groß waren. Verwirrt blickte ich mich um. Suchte denjenigen der das Ritual leiten würde und da fand ich ihn auch. Sharia kam auf uns zu, lächelte uns an und blieb vor uns stehen. „Ihr habt eure Auswahl getroffen wie ich sehe.“ Eine kurze Zeit musterte sie die vier auserwählten, dann hielt sie Yuuka und Mei die Hand hin. Mei und Yuuka sahen unsicher die Hand an und blickten dann zu Kai und Nami. Die beiden wirkten auch nicht gerade sicher, nickten aber. Die beiden nahmen Sharias Hand an und machten sich dann auf, zu einer der Mini-Inseln. Mei wurde die erste hochgeschickt und mit kleinen Sprüngen, erklimm sie ihre Insel die von Grünzeug nur so sprieß. Yuuka wurde zur nächsten geschickt wo es eine kleine Klippe gab. Während die beiden sich oben umsahen, stand Sharia schon wieder vor uns und ergriff auch die letzten 2 Hände von Takaya und Ray.

Besorgt sah ich zu meinem Partner, fragte mich was ihn oben auf dieser Insel erwarten würde, weshalb ich wieder hoch sah. Die eine Insel wirkte etwas nass, da Wasser runter tropfte. Diese würde wohl für Takaya bestimmt sein. Die letzte Insel war dann wohl für Ray, zumal dort eh an manchen Stellen Flammen empor züngelten. Auch Takaya und Ray waren oben angekommen, sahen sich ebenfalls um und erhaschten den Blick der anderen Auserwählten. Die Gefühle der vier waren gemischt, das konnte man sehen. Mei war teils aufgeregt, aber auch etwas um Sorge um Ray, immerhin brannte es bei ihm in der Nähe. Die Flammen waren aber bisher nicht bedrohlich in der Nähe, weshalb sich auch bei mir die Besorgnis noch in Grenzen hielt. Yuuka verstand alles immer noch nicht ganz und sah sichtlich genervt aus. „Und was soll das jetzt? Wir stehen auf vier verschiedenen Inseln…wow. Bei mir weht ein wenig der Wind, bei Mei ist es grün, bei Ray steigen ein paar Flammen auf und Takaya pinkelt vor Angst die Insel voll.“ Takaya, der ebenfalls von dem ganzen nicht so begeistert war, aber von dem man trotz dessen ein Stück Neugier erahnen konnte, sah sie empört an.

„Hier sprießt eine Quelle die dafür sorgt, dass das Wasser hier wieder runter tropft! Also lass deine blöden Bemerkungen! Ich hab sicher keine Angst!“ Takaya schnaubte und sah dann zu Mei die unsicher die Arme hob und zwischen Takaya und Yuuka hin und her sah. „Nicht streiten…“ versuchte sie die beiden zu beruhigen. Ich musste etwas schief lächeln. Was für ein Chaoten Team haben wir uns da eigentlich zusammengestellt? Ich sah zu Ray der ebenfalls bei Yuukas Spruch leicht lachen musste, sich aber schnell räusperte und die Flammen wieder aufmerksam im Auge behielt. Das brachte mich doch etwas zum Schmunzeln, weshalb ich etwas lockerer wurde. „Irgendwie mag ich unseren Trupp, findet ihr nicht auch?“ meldete sich Kai zu Wort. Nerio sah nur weiter zu den vieren hoch und Nami lächelte schief. „Weiß nicht so recht, wirkt etwas sehr verrückt. Eine komische Mischung halt.“

Ich musste nicken und wollte gerade zustimmende Worte abgeben, als Sharia sich auf die mittlere Steinerhebung begab und die Hände hob damit Stille aufkam. Von oben konnte man noch hören wie Yuuka und Takaya sich über irgendwas, was gestern passiert war, weiter stritten, doch Ray und Mei brachten sie mit einem zischen zum Schweigen und zeigten nach unten. Als es Mucksmäuschen still wurde, schloss Sharia ihre Augen und begann zu sprechen. Was da allerdings aus ihrem Mund für Laute kamen, oder was sie dort für Schriftzeichen in die Luft schrieb, konnte ich weder raushören, noch lesen. Das einzige was mir bewusst war, ich merkte mein Element und sah deshalb hoch, zumal ich eh Stimmen von oben hörte. Ray stand vor einer großen Flammenwand, die ihn in die Mitte der Insel beförderte. Gehorsam begab er sich zu dieser, aber Angst war in seinen Augen zu lesen. Angst stieg auch in mir hoch. Es sah einfach nur gefährlich aus. Sofort glitt mein Blick zu Takaya der vom Wasser zur Quelle geschuppst wurde, das wirkte weniger gefährlich.

Takaya aber nervte es wie er hin und her geschuppst wurde, da er immer noch zur Quelle bugsiert wurde. Yuuka wehrte sich mit allen Mitteln auf die Klippe zu steigen, weshalb der Wind wohl irgendwann keine Lust mehr hatte und sie einfach schwebend nach oben trug. Mei hingegen rannte, gelockt von Blumen, in die Mitte und ließ sich dort fröhlich nieder um die Blumen um sie herum zu betrachten. Naiv aber rein. Zum Lächeln war mir aber trotzdem nicht zu Mute als ich wieder zu Ray sah, der eingeschlossen in einem Feuerkreis hockte. Sharia sprach das Ritual weiter und ich sah zu Nerio. „Verstehst du was sie sagt?“ Er nickte. „Sie redet zu den Elementen, keine Sorge Enya…es passiert ihnen nichts Schlimmes. Versprochen.“ Ich nickte nur und versuchte ihm einfach zu vertrauen. Ich sah zu den anderen zwei, auch diese beiden wirkten nicht beunruhigt. War ich die einzige der das hier so nah ging?

Vielleicht lag es aber auch nur daran, dass Ray für mich in mehr Gefahr schwebte als die anderen drei. Gut Yuuka stand auf einer Klippe, aber war diese nicht wirklich Gefährlich hoch und sie war immerhin sportlich. Zumindest versuchte ich es mir einzureden, genauso das die Flammen Ray schon nichts tun werden. Ich wollte eigentlich nur noch dass dies hier schnell vorbei war. Ich faltete die Hände zusammen und schloss die Augen. Ungerührt führte Sharia das Ritual weiter, obwohl von oben weitere Fragen laut wurden, was als nächstes passieren würde. Sharia gab einen weiteren Laut von sich, ganz anders als die Runen vorher, das Geräusch war sanft, als würde sie anfangen zu singen. Doch das tat sie nicht, sie sagte damit ein Wort, in der ureigenen Sprache der Engel. Wir verwendeten sie nur sehr selten, weil wir die meiste Zeit auf der Erde wandelten, doch die Sprache ließ mir einen Schauer über den Rücken laufen, so schön war sie. Erde, das war die Bedeutung die Sharia gesungen hatte.

Und die Erde hatte auch sofort reagiert, denn von Mei kam ein Schrei. Ich sah auf und konnte zusehen wie Mei von Ranken in die Luft gehoben wurde. Sie wehrte sich da die Ranken sie wohl nicht gerade mit Samthandschuhen festhielten. „Mei! Was macht ihr mit ihr?!“ rief Takaya und wollte aus der Mitte seiner Insel wegtreten, doch wurde er vom Wasser in der Mitte gedrängt. „Was soll das?!“ Auch Yuuka versuchte etwas zu unternehmen, doch Sharia lies nun einen zweiten Engelslaut vernehmen, für Menschen musste es sich exakt gleich anhören, doch es war ein anderes Geräusch, dieses mal war es Wind. Und dieser erhob sich gegen Yuuka, umhüllte sie genauso wie die Ranken Mei festhielten. „Was soll das?!“ kam es aus meinem Mund. Die Engel die um der Erhebung herum standen, legten ihre Finger an ihrem Mund. Ich sah zu den anderen. Nami sah weg, während Kai und Nerio ohne jeglichen Gefühlsregungen hoch sahen. Wieder sag Sharia ein Laut. Wasser. Nun war es Takaya der dran war. Das Wasser hielt ihn nicht mehr in Schacht, sondern schlang sich um seinen Körper, ließ nur noch seinem Kopf frei, um ihm Luft zu gewähren.

Ängstlich sah ich zu Ray, immerhin umschlangen die Elemente sie und Feuer würde ihn doch verbrennen, er war dagegen doch noch nicht Immun so wie ich! Ich wollte das sie aufhörten, doch bevor ich irgendwas machen konnte sang Sharia nun auch das Feuer. „Nicht!“ ich sah mit geweiteten Augen zu Ray auf, der versuchte das Feuer welches an ihm hoch kletterte abzuklatschen, doch es züngelte unaufhaltsam an seinem Körper herauf. Was sollte ich tun? Sollten unsere Auserwählten einfach nur zum Opfer unserer Elemente werden? Das war´s? Ray allerdings verzog nur kurz schmerzhaft sein Gesicht, sah dann aber selbst verwundert zu seinen Händen die in Feuer gehüllt waren. Tat es ihm gar nicht weh?! Ich sah zu den anderen Auserwählten, auch diese wehrten sich nicht mehr als sie merkten, dass Ray sich wohl gar nicht verbrannte. Das beruhigte wohl die Elemente, weshalb sie sich lockerer um die Körper schlagen, an die sie gerade gebunden waren. Sharia verstummte, weshalb ich zu ihr runter sah. Sie sah zu uns, wirkte etwas erschöpft, winkte uns aber zu sich und zeigte dann auf die vier Inseln.

Unsicher sah ich zu meine drei Verbündeten. Auch Nami wusste nicht Recht was los war, weshalb sie Nerio ansah. Dieser und Kai schritten nach vorne und wir folgten ihnen automatisch. Wir betraten das kleine Plateau und Nerio wand sich der Wasserinsel zu, weshalb ich mich zu der von Ray zudrehte. Kai und Nami taten es uns nach und die Steinplatten die den Weg zu den Inseln nach oben ebneten, hielten vor uns inne, damit wir diese empor steigen konnten. Ich reagierte sofort und stieg die Steinplatten nach oben, um bei Ray anzukommen. Die anderen 3 taten es mir nach. Oben angekommen sah ich zu Ray der mich eindringlich, aber auch fragend ansah. „Alles okay?“ fragte ich nur. Er nickte. „Es ist warm, angenehm warm…“ antwortete er mir und ich sah kurz zu den anderen drei Inseln. Der nächste Ton der nun aber in der Stille schwang brachte mich in Verlegenheit. „Was?!“ erschrocken sah ich zu den anderen 3 Zeitengeln.

Nami schien genauso verwirrt wie ich, doch Kai grinste nur und Nerio zuckte die Achseln. Beide nahmen sie Sharias Wunsch ernst. „Was ist los?“ fragte Ray und ich sah ihn wieder an. Ich schluckte schwer. „Ich weiß das muss verstörend sein, aber.“ Ich konnte von Takaya Protest entnehmen, aber wurden seine Laute verstummt, ebenso die Yuukas. „…Wir müssen euch wohl küssen um das Ritual zu beenden.“ Ich wurde rot und auch Ray bekam Farbe ins Gesicht. „E-entschuldige aber das muss wohl so…“ er räusperte sich und Sharia gab erneut den Klang von sich der aussagte, dass wir unseren Partner küssen sollten. „S-schuldige!“ ich trat näher, legte meine Hände an sein Gesicht und küsste ihn sann ganz sanft. Es passierte sofort. Mein Element breitete sich auch auf meinen Körper aus und unsere Lippen verschmolzen miteinander, konnten sich nicht mehr lösen.

Das hatte nichts mit uns zu tun, ich war mir sicher, dass es uns allen 8 so erging. Es missfiel mir arg Ray zu küssen immerhin war er noch 14, doch merkte ich schnell das es noch schlimmer wurde. Ray verkrampfte sich, klammerte sich an mich fest und besonders mit seiner rechten Hand krallte er sich in meiner Haut fest, als würde er einen Schmerz unterbinden wollen. Es tat weh wie er sich in mein Fleisch krallte, aber konnte ich nichts machen. Ich hielt es aus und dann sang Sharia ein weiteres Wort. Ich interpretierte es als lösen und das taten wir auch. Ich löste mich von seinen Lippen, die Wärme verschwand und ich öffnete meine Augen. Keine Flammen mehr umgaben uns, nur glühende Erde lag unter unseren Füßen und Ray hockte vor mir und hielt sich krampfhaft die rechte Hand von der Rauch aufstieg. Verwirrt sah ich zu dieser und dann zu den anderen vieren. Alle hielten sich eine schmerzende Hand, weshalb ich Rays schützende Hand weg zog um mir selbst davon ein Bild zu machen.

Ich keuchte. Sein Handrücken war komplett rot und gebrandmarkt von einer roten Flamme. „…Aua. Das sieht gar nicht gut aus. Wie sieht es bei euch aus?!“ rief ich zu den anderen. Nami sah von Meis Hand zu mir auf. „Mei hat ihr Element in den Handrücken geritzt bekommen. Und bei dir?“ rief sie zurück. Es gab eh keinen mehr den wir unterbrechen konnten. Sharia war verstummt. „Ray wurde seins eingebrannt, ebenfalls auf dem Handrücken.“ Ich sah zu Nerio und Kai die zustimmend nickten. Ich krabbelte zum Rand meiner Insel und sah wütend zu Sharia runter. „Musste das sein?“ „Ja. Ein Zeichen das es erfolgreich funktioniert hat. Durch den Kuss seid ihr Verbunden und durch das Mal sind sie ebenfalls mit dem Element verbunden und können auf diese sofort zugreifen. Die Schmerzen sollten langsam vergehen da sie sich an ihr Element gewöhnt haben sollten.“ Bild1 Sie trat von der Steinplatte herunter und setzte sich auf den Boden. Sie schien sehr erschöpft zu sein. Ich blickte wieder zu Ray. „Es bessert sich langsam wirklich.“ Er lächelte schief und hielt mir seine Hand hin. „Schau, die Röte zieht sich langsam zurück.“ Ich stand auf und ging zu ihm um es mir näher anzusehen und er hatte Recht. Erleichtert atmete ich aus, sah ihn aber wieder entschuldigend an. „Es tut mir so leid…und das ist doch gerade erst der Anfang.“ meinte ich verzweifelt. Aber er lächelte nur und schüttelte den Kopf. „Ich habe zugestimmt und ich bin den Bund…“ er räusperte sich und wurde rot. „eingegangen.“ Ich musste etwas schmunzeln als er so reagierte, ermahnte mich aber sofort. Immerhin war das sicher sein erster Kuss. Scham kam über mich und ich seufzte innerlich. Wir nahmen ihnen wirklich alles. „Wir sollten glaube ich wieder runter dürfen.“ meinte ich dann und ging voraus. Er folgte mir und auch die anderen 6 stiegen die Steintreppe runter.
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Yuuka


Wir verließen die Ritual Insel und begaben uns zu einer anderen Insel, wo es sehr viel mehr Engel gab die herumliefen und uns oftmals begrüßten und die Hände schütteln. Mir kam es so vor als wären wir über Nacht zu Berühmtheiten wie Jackie Chan geworden. Irgendwo war es cool, aber irgendwie auch merkwürdig. Mein weiteres Problem waren nun meine Kräfte. Ich merkte sie voll und ganz und manchmal konnte ich sie einfach nicht kontrollieren, weshalb sich um meinen Körper eine Windhose empor schlängelte. Keine starke, sie war eher wie ein sanfter Wind, weshalb ich für keinen als Gefahr drohte. So ging es auch Mei, Ray und Takaya. Wobei es bei Mei sogar einen schönen Effekt gab, da wo sie entlang lief, sprießten Blumen raus, allerdings hielten sie sich nicht lange weshalb Mei traurig drein sah wenn sie weiter hinter sich blickte. Ray rauchte, als wäre eine Zigarette und Takaya, nun wirkte es entweder so als hätte er sich wirklich in die Hose gemacht, oder er würde sehr stark schwitzen. Ein Grund weshalb ich ihn einfach ärgern musste.

„Takaya, es ist längst vorbei, du musst keine Angst mehr haben.“ Meinte ich grinsend, doch er gab nur ein schnauben von sich. „Kann man das nicht irgendwie stoppen? Ich komme mir am dämlichsten vor!“ sprach er Nerio nun an. „Ab Morgen werden wir damit beginnen. Jetzt gehen wir was Essen.“ Bei diesen Worten wurde ich neugierig. „Oh, Essen!“ allerdings fragte ich mich was es hier geben würde. Das ging wohl auch Mei so, die neben mir herlief. Bei ihr konnte ich mir direkt die Gedankens Blasen vorstellen, die über ihrem Kopf hin und her schwebten. Als ich auf sie achtete, fielen mir aber nun mal die Engel genauer auf. Dazu hatte ich ja mal endlich Zeit. Eigentlich stellt man sich ja Engel mit einem Heiligschein und Flügel vor. Das war hier gar nicht der Fall. Sie sahen aus wie Menschen aber sehr viel hübscher. Einige von ihnen, würde man in unserer Welt schräg anschauen, da sie komische Kleidung trugen, merkwürdige Frisuren hatten, sich etwas zu anmutig durch die Gegend begaben und sich, meiner Meinung nach, übernatürlich schnell bewegten.

Die anderen hingegen könnte man ohne Probleme bei uns rumlaufen lassen. Sie kleideten sich wie wir und verhielten sich wie wir. Aber war es einfach allgemein schwer, diese Wesen als eine andere Spezies an zusehen. Sie waren uns trotz allem, viel zu ähnlich. „Yuuka?!“ Kai wedelte mit der Hand vor meinen Augen und ich blinzelte. „W-was?!“ ich bemerkte das Kai mich ansprach und verzog sofort genervt mein Gesicht. „Was ist?!“ Er grinste nur und zeigte auf die Tür vor der wir standen. „Wir sind schon ein kleines Weilchen da, aber da du wohl so abgelenkt warst von unserer Spezies, wollte ich dir einen kleinen Überblick verschaffen lassen. Allerdings mach ich mir langsam Sorgen das gleich nichts mehr da ist.“ Erklärte er und mir wurde jetzt erst bewusst das wir zu zweit alleine hier draußen rumstanden.

Ich starrte ihn verbissen an. Meinen ungewollten Partner der mir meinen Kuss geraubt hatte. Zungen schnalzend ging ich an ihm vorbei und verschränkte dabei meine Arme. Er sah ja vielleicht gut aus, aber er war mir zu eingebildet! Ich sah unseren langen Tisch wo schon alle saßen. Mei sah über ihre Schulter zu mir und klopfte ganz aufgeregt neben sich auf den freien Stuhl. „Schau dir nur das Essen an Yuuka!“ ich ging weiter auf sie zu und sah nun das Essen, welches wirklich nicht gewöhnlich aussah. Kai ging an mir vorbei und setzte sich auf den zweiten freien Platz neben mir. Konnte er nicht woanders sitzen? Grummelnd ließ ich mich zwischen Mei und Kai nieder. Aber meine Laune wurde schnell wieder gehoben als ich nun das Essen aus der Nähe sah. Es war nicht viel Auswahl, aber dafür eine recht seltsame. Es gab Blätter in verschiedenen Farben und Formen die in einer großen Schüssel zusammen gemixt worden waren.

Ein Salat? Und dazu schwebende Wolken in einer Kastenform. Ja Wolken. Sieht wie Zuckerwatte am Stiel aus, nur fliegend und ohne Stil. Das alles lag doppelt oder dreifach am Tisch verteilt. Sehr skeptisch und ein wenig verarscht sah ich mich in der Runde um. Während sich unsere Partner die Teller vollmachten, gut Nerio hielt sich extrem zurück, und Mei es ihnen nachtat, hielten sich Ray und Takaya, wie ich, zurück. Wir hatten wohl alle die gleiche Meinung. Enya sah Ray dann aber lächelnd an und hielt ihm ein Blatt hin, welches Ähnlichkeit hatte mit Ahornblatt, nur das es Blau war. „Probiere ruhig mal. Ich weiß das sieht alles sehr anders aus als bei euch, aber es schmeckt. Das hier ist…probier einfach.

Sie konnte es wohl selbst gerade nicht beschreiben. „Und die Wolken kann man…mit eurem Brot vergleichen.“ Fügte sie dann lächelnd hinzu. Ray sah immer noch skeptisch das blaue Blatt an. Er nahm es dann aber und biss vorsichtig etwas ab. Erst hielt er noch verzogen den Mund an, dann aber leuchtete es vor Verwunderung auf und Mei, die schon von allem etwas probiert hatte sah zu Ray. „Wie schmeckt das Blatt?! Das rote welches ich hatte…hatte einen Art Tomaten Paprika Geschmack. Schwer raus zu finden.“ Meinte sie und überlegte. Bestärkt von ihren Worten schlang nun auch Takaya zu. Ray überlegte den Geschmack seines blauen Blattes auszumachen und ich war immer noch skeptisch. „Also irgendwie kann ich meins nicht wirklich schmecken. Gemüse ist es nicht. Eher Obst. Brombeere?“ Enya kicherte und gab ihm ein grünes. „Für jedem schmeckt jedes Blatt unterschiedlich. Eine Wirkliche Geschmackssorte oder gar Zuordnung gibt es nicht.“ Erklärte sie dann bestmöglich und aß weiter.

Ray schaute verwirrt auf sein Blatt, aß aber ebenso weiter. „Das erinnert mich irgendwie an Bertie Botts Bohnen…“ gab Takaya von sich und probierte nun von dem Wolkenbrot. Nun kam eine Kellnerin herum und brachte uns 4 große Krüge mit Getränken und dazu noch 8 Gläser. Kai stellte mir ein Gals hin, während ich immer noch meine Arme verschränkt hielt und mich weigerte etwas zu essen. Kai seufzte deshalb nur und schnappte sich eine von den Schwebeden Wolken die in den Kastenformen vor uns standen. Er zog mein Kinn runter und stopfte mir das im Mund, wofür ich mich einen Augenblick zu spät zu Wehr setzte. Ich wollte ihn beschimpfen, doch störte diese Watte in meinem Mund, die sich langsam auflöste und tatsächlich dem Geschmack vom Brot ähnelte, nur das sogar schon ein Belag drauf war. Ich verteilte es auf meiner Zunge um den Geschmack zu zuordnen, doch außer, dass ich es wirklich lecker empfand, konnte ich es nicht benennen.

Ich schluckte es runter und sah überrascht zu Kai. „Schmeckt doch, oder?“ fragte er grinsend und goss mir nun auch was zu trinken ein. Ich verzog etwas den Mund. Es missfiel mir das er recht hatte. Daher sagte ich besser nichts. Doch nun gelockt von dem Geschmack, musste ich doch alles probieren und beim Füllen meines Tellers, hielt ich mich wenig zurück, denn Hunger hatte ich durchaus! Nerio räusperte sich. "Da ihr nun eure Elemente besitzt, werden wir euch trainieren müssen, dieses Training wird nicht nur ein paar Tage gehen, und solange das geht werden wir euch hier behalten.“ Er gab nun mit einer Handbewegung an Kai weiter. Dieser trank kurz was und räusperte sich ebenfalls. „Die anderen vier die mit uns in dem Camp waren werden eure Trainer sein. Sie leiten noch weitere 2 Tage das Camp, bis der Ersatz auftaucht und stoßen dann hier zu uns.

Jeder von ihnen ist speziell einem Team von uns zugeteilt. Kana gehört zu uns Yuuka, dem Frühlingsteam.“ Er schaute dabei kurz mich an und sah dann zu Ray und Enya. „Du Ray gehörst mit Enya zum Sommer und euch steht Hiko zur Verfügung.“ sein Blick glitt nun zu Mei und Nami. „Mei du und Nami gehört dann in der Reihenfolge zum Herbst und Chihei ist euer Spezieller Trainer. Passt bloß auf, er kann echt streng sein.“ Er grinste kurz, räusperte sich dann aber bei Namis Blick. „Und zu guter letzte.“ er rieb sich seine Hände und schaute grinsend zu Nerio. „Ist mein Eis Spatz zusammen mit Takaya im Winterteam und wurde Siara zugeteilt. Ebenfalls eine He-xe.“ er hustete bei der kleinen Beleidigung kurz. Ich sah Kai stirnrunzelnd an. „Bist du Schwul?!“ mein Bild zu ihm ging immer mehr in die Brüche. Er zuckte bei meiner Frage nur die Schultern und grinste weiter. Nami seufzte. „Das wichtigste hast du vergessen. Sie sind zwar speziell uns zu geordnet, aber heißt das nicht, dass ihr wirklich nur diesen einen Trainer zur Rate ziehen könnt.

Alle vier sind für alle 4 Teams zuständig. Kana ist auf das Waffentraining spezialisiert. Hiko fürs brauen von Tränken, Chihei übernimmt eure Element Fähigkeiten und Siara ist für die Geschichte unserer Feinde zuständig. Denn zugegeben. Sie hatte mal zu ihnen gehört.“ Ich horchte auf, während ich ein orangenes Blatt verspeiste welcher Geschmack einer Physalis nah dran kam, die ich so mochte. „Und ihr vertraut ihr so einfach?“ fragte ich skeptisch. Nami sah mich ein wenig verbissen an und ich hatte mal wieder das Gefühl das sie mich nicht Recht leiden konnte. „Natürlich vertrauen wir ihr. Ihre Geschichte und die Zeit die sie bei uns verbracht hat sind genügend um ihr vertrauen zu können.“ Meinte sie nur. Enya schien wohl die Anspannung zu merken, weshalb sie schnell weiter sprach. „Ihr fragt euch ja vielleicht wie es nun aussehen wird, besonders was eure Eltern angeht.“

Begann sie, doch darauf konnte ich nur mit einem schnalzen Antworten. Meine Eltern waren mir eh egal. Enya ignorierte mich und fuhr fort. „Da ihr für eine sehr lange Zeit nicht da sein werdet, die genaue Angabe dazu können wir selbst schwer zusammenfassen, werden eure Eltern vorerst ihre Erinnerungen an euch genommen. Das hört sich vielleicht im ersten Moment gemein an, aber glaubt mir, es ist nur zu eurem besten. Denn wir wissen erstens nicht was wir ihnen erzählen sollen, warum ihr so lange weg seid und zweitens, was wohl der wichtigste Punkt ist, sie sind weniger in Gefahr. Daher versteht uns bitte. Es ist leider Nötig.“ Plötzlich herrschte Stille, jedenfalls bis auf das Knirschen eines tomatigen Blatts zwischen meinen Zähnen. Ich sah zu den anderen hoch, Takaya und Ray wirkten bedrückt und Mei schien in Gedanken versunken. Die Engel betrachteten sie, außer Kai, der wieder mich anstarrte.

Ich ignorierte ihn und sah die drei auch an. "Ihr lasst euch von Unbekannten entführen, verrückte Kräfte verpassen, sexuell belästigen und jetzt macht ihr einen Rückzieher?" Fragte ich sie ungbläubig und schüttelte vehement den Kopf "Ihr seid doch alle verrückt." "Nein, ich mache keinen Rückzieher die anderen im Heim werden auch ohne mich klar kommen." Meis Stimme klang überhaupt nicht so zögerlich wie sonst, ganz entgegen meiner Erwartung. "Ich fand es eher Traurig, dass ihr eure Eltern nicht mehr sehen könnt." Da war sie wieder, die unsichere Mei. Ich biss mir auf die Lippe, sonst hätte ich ein Kommentar mit bleiben und Pfeffer von mir gegeben doch das wollte ich den anderen nicht preisgeben. Sollten sie doch denken was sie wollen. Aus dem Augenwinkel sah ich eine Bewegung, Kai der bisher nur auf mich gestarrt hatte grinste mich nun an.

Ich wollte ihm gerade beschimpfen, was er mich so anstarre, da hörte ich Rays Stimme "Du meintest erstmal. Was bedeutet das, wie lang vergessen sie uns?" „Nur so lange bis ihr eure Aufgabe erfüllt habt und da wir schon einen sehr engen Zeitplan haben, nicht länger als 5 Jahre.“ Antwortete Nerio ihm. Ray nickte, sagte aber noch nichts, dafür hob Takaya nun seine Stimme. „Ich bin dabei, jetzt sind wir eh schon so weit und Yuuka hat recht, nachdem ihr den ganzen Scheiß mit uns eh schon gemacht habt, warum sollten wir dann jetzt aufhören?“ Takaya hatte die ganze Zeit nur Mei angesehen, und sie nickte genauso vehement wie ich vorher den Kopf geschüttelt hatte und drehte sich Ray zu. „Komm schon, wir können jetzt nicht aufhören.“ Ray hob den Kopf und nickte dann. „Es ist ok, ich mache auch mit.“ „Wundervoll, dann haben wir ja jetzt endlich unsere kleinen Flügelchen.“ Sagte Kai grinsend und drehte sich dann zu Nerio um, um ihn anzulächeln. Nerio ignorierte ihn jedoch nur und stand auf. „Ihr könnt euch was mitnehmen, aber wir sollten uns nun auf den Weg zu unserer Unterkunft machen, ihr seid bestimmt erschöpft und wir müssen uns auch noch um einige Kleinigkeiten kümmern.“ Der restliche Tag verging schnell, sobald wir in dieser Unterkunft angekommen waren. Dabei wurden noch ein paar Sachen geklärt und ab den nächsten Tag begann unser Training.
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